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Wie lassen sich tauschende Praxen sicher und gesetzeskonform an die Telematik-Infrastruktur anbinden? Diese Case Study zeigt, wie durch standardisierte Firewall-Technologie und automatisierten Rollout ein effizienter TI-Ausbau im großen Maßstab gelingt.

IT-Dienstleister und Systemhäuser im Gesundheitsmarkt stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen hochsensible Daten schützen, komplexe regulatorische Vorgaben erfüllen und gleichzeitig Lösungen bereitstellen, die sich effizient betreiben und skalieren lassen. Insbesondere die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) stellt hohe Anforderungen an Netzwerksicherheit, Stabilität und Interoperabilität.

Herausforderungen

  • TI-Anbindung ist technisch komplex und fehleranfällig
  • Hoher Zeitaufwand bei Rollout & Erstkonfiguration
  • Viele verteilte Standorte (Praxen)
  • Hohe Supportlast bei kleinen IT-Umgebungen
  • Große Hersteller: schwer erreichbar, wenig flexibel

Zahlen, Daten, Fakten

  • Projektumfang: 2.750 Firewalls bundesweit
  • Branche: Gesundheitswesen/ Psychotherapeutische Praxen
  • Schwerpunkt: Standardisierte TI-Anbindung im großen Maßstab
  • Gemeinsam entwickelter TI-Proxy

Skalierbare Lösung

Die psyprax GmbH, ein führender Anbieter von Praxisverwaltungssoftware und Cybersecurity-Lösungen für psychotherapeutische Praxen in Deutschland, betreut mehrere tausend Einrichtungen und unterstützt diese bei der sicheren und gesetzeskonformen Digitalisierung ihrer Praxisabläufe.

Im Zuge der Umstellung auf moderne TI-Gateway-Konzepte bestand der Bedarf nach einer standardisierten Sicherheitslösung, die sowohl die Anforderungen der TI erfüllt als auch für IT-Dienstleister einfach auszurollen und zu betreiben ist.

Gemeinsam mit Securepoint wurde hierfür eine skalierbare Lösung umgesetzt. Im vergangenen Jahr wurden in einem ersten Roll-Out insgesamt 2.500 Securepoint Firewalls in psychotherapeutischen Praxen installiert – weitere 2.500 folgen in 2026. Die Firewalls bilden die zentrale Sicherheitskomponente im Praxisnetzwerk und schaffen die Grundlage für einen stabilen und regelkonformen Betrieb der TI-Anbindung.

TI-Proxy - volle Konnektivität ohne Konnektoren

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die enge technische Zusammenarbeit zwischen Securepoint und psyprax. Um die Kommunikation zwischen der psyprax-Praxissoftware und dem Telematikinfrastruktur-Gateway zuverlässig über die Firewall zu ermöglichen, entwickelte Securepoint gemeinsam mit RISE (Research Industrial Systems Engineering Deutschland) den TI-Proxy.

Diese speziell auf den TI-Datenverkehr zugeschnittene Komponente stellt sicher, dass der Verkehr der Kartenterminals sauber und kontrolliert über das TI-Gateway geführt wird, ohne zusätzliche Komplexität im Praxisnetzwerk zu erzeugen.

Für IT-Dienstleister und Systemhäuser entsteht daraus ein entscheidender Mehrwert: Die Kombination aus Securepoint Firewall und TI-Proxy bildet einen zentralen Baustein für eine standardisierte, wiederholbare Implementierung, die sich effizient auf viele Praxen ausrollen lässt.

Gleichzeitig wird der administrative Aufwand im laufenden Betrieb reduziert, weil Sicherheitsfunktionen, Netzwerksteuerung und die TI-Anbindung – inklusive der Kommunikation zwischen Kartenterminals und TI-Gateway – in einer konsistenten Architektur zusammengeführt werden.

Effizient und automatisiert – Zero- Touch-Enrollment

Ein zentraler technischer Baustein des Projekts war das Securepoint Zero-Touch-Enrollment, das einen hochgradig automatisierten Rollout der Firewalls ermöglichte. Die Geräte wurden bereits vor der Auslieferung im Securepoint Management-System registriert und mit den vorgesehenen Konfigurationsprofilen verknüpft. Nach der Installation in der Praxis reichte der Netzwerkanschluss aus, damit sich die Firewall selbstständig authentifizierte, die zugewiesene Konfiguration bezog und den Betrieb aufnahm.

Manuelle Eingriffe vor Ort oder komplexe Erstkonfigurationen entfielen vollständig. Für IT-Dienstleister ergibt sich daraus eine konsistente, reproduzierbare Implementierung mit klar definierten Standards, geringerer Fehleranfälligkeit und einer deutlichen Entlastung bei Rollout und Inbetriebnahme – insbesondere bei großvolumigen Installationen wie im psyprax-Projekt.

Partnerschaftlich auf Augenhöhe

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Zusammenarbeit war die enge, direkte Kommunikation mit Securepoint. Für psyprax Projektleiter Erik Schmidt ist das ein entscheidender Faktor für die Zusammenarbeit: „Securepoint hat uns mit einem ständig erreichbaren und fachlich kompetenten Support und der klaren Zuständigkeit durch einen festen Projektkoordinator überzeugt.“

Kurze Wege, schnelle Rückmeldungen und lösungsorientierte Abstimmungen ermöglichten es, technische Anforderungen effizient umzusetzen und das Projekt zügig voranzubringen.

„Gerade im Vergleich zu deutlich größeren Anbietern, bei denen Support- und Projektstrukturen häufig unpersönlich und schwer erreichbar sind, machte dieser direkte Zugang den Unterschied."

Erik Schmidt, psyprax Projektleiter

Lösungsorientiert und maßgeschneidert

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich mit Securepoint Lösungen im Gesundheitsmarkt erfolgreich skalieren lassen. Durch die enge Verzahnung von Firewall-Technologie und branchenspezifischer TI-Integration erhalten IT-Dienstleister eine verlässliche Grundlage, um Kunden aus dem Healthcare-Bereich sicher, gesetzeskonform und zukunftsfähig zu betreuen.

IT-Security-Lösung und Fachhandelspartner

psyprax GmbH

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