Kampf gegen den IT-Fachkräftemangel

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Für die weitere Expansion braucht IT-Sicherheitsspezialist Securepoint ständig Fachkräfte. Doch gute Softwareentwickler und Anwendungsbetreuer sind immer schwerer zu finden. Auf der Suche nach qualifiziertem Personal versucht das Lüneburger Unternehmen daher schon mit frühzeitiger Nachwuchsförderung zu punkten, so wie jetzt an einer Lüneburger Berufsschule.


Für angehende Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Systemintegration aus zwei Klassen der Berufsschule Georg-Sonnin-Schule, BBS II Lüneburg, gab es nun Weiterbildungszertifikate zum „Securepoint UTM Certified Operator (Silber Level)“ im Wert von je 100 Euro. Voraussetzung war die Teilnahme an einer intensiven technischen Schulung durch die Lüneburger Securepoint GmbH und das Bestehen einer Prüfung. Was sich für Auszubildende eine gute Praxiserfahrung im Lebenslauf darstellt, ist für das Unternehmen wichtige Nachwuchsförderung.

Bei der kostenlosen Weiterbildung der Auszubildenden der beiden Berufsschulklassen gab es eine enge Abstimmung zwischen der Berufsschule und Securepoint. Matthias Koch, Abteilungsleiter Elektrotechnik und Gesellschaftswissenschaften der Georg-Sonnin-Schule, BBS II Lüneburg, erläutert: „In der heutigen globalisierten Welt mit der Entstehung bzw. Ausweitung der Informationsgesellschaft in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gehört das Thema IT-Sicherheit sehr konkret zur 3-jährigen Ausbildung. Diese konkrete Ausrichtung auf unsere Region ist mit einem regionalen Partner wie Securepoint optimal umsetzbar.“ Der Mehrwert für die Auszubildenden besteht für Matthias Koch darin, dass mit praktischen Beispielen die Sicherheitsrisiken in der Realität auch wirklich erlebbar und praktische Lösungsansätze erlernt werden. Für den späteren beruflichen Werdegang der Auszubildenden hat die Zusammenarbeit mit dem Lüneburger Unternehmen klare Vorteile für die berufliche Praxis. Dazu Koch: „Ein bedeutender Schwerpunkt in der weiteren Entwicklung des IT-Bereichs wird die IT-Sicherheit sein und dabei ganz speziell bei den Unternehmen des Mittelstandes.“ Darauf sollten die Auszubildenden fachlich vorbereitet sein.

Schon heute werden laut Branchenverband Bitkom durch die Digitalisierung 100.000 Fachkräfte in der Informationstechnik (IT) gesucht. Die Zahl der unbesetzten Stellen stieg demnach innerhalb eines Jahres um 51 Prozent. Im Schnitt dauert es 130 Tage bis zur Besetzung eines freien IT-Jobs. Das sind 12 Tage länger als in anderen Branchen. Für ein Unternehmen wie Securepoint bedeutet fehlendes Personal, dass wichtige Projekte nicht umgesetzt werden können und Kunden Unterstützung fehlt.

"Als Arbeitgeber der IT-Branche in der Metropolregion Hamburg mit durch Expansion wachsendem Personalbedarf müssen wir uns positionieren, um gute Fachkräfte langfristig für uns gewinnen zu können“, sagt Catharina Sievers, Personalleiterin von Securepoint. Das 1997 gegründete Unternehmen hat deswegen in den letzten Jahren massiv in den Standort Lüneburg investiert. Der Erfolg des IT-Herstellers lässt sich an der sehr guten Bilanz, aber längst auch an anderen Faktoren ablesen. So sind die räumlichen Kapazitäten in der erst im Herbst 2017 bezogenen neuen Firmenzentrale bereits ausgereizt. Allein im Jahr 2020 sind schon 12 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Team dazu gestoßen. Seit Beginn des vergangenen Jahres hat sich das Team um mehr als 40 neue Beschäftigte vergrößert.

"Wir bekommen jede Woche eine deutliche zweistellige Zahl an Bewerbungen. Klar, die fachliche Qualifikation passt nicht immer genau auf unser Anforderungsprofil. Wir haben aber gute Erfahrungen damit gemacht, motivierte und vor allem engagierte Bewerberinnen und Bewerber trotzdem einzustellen und sie in den ersten Monaten selbst intensiv zu schulen“, erläutert Sievers. Dazu kooperiert das Unternehmen im Einzelfall mit der Agentur für Arbeit, die dieses für beide Seiten zielführende Vorgehen mit einem Eingliederungszuschuss finanziell unterstützt.

Einer der besten Wege im Kampf gegen den IT-Fachkräftemangel ist weiterhin die eigene Ausbildung. Darauf setzt auch Securepoint. Daher hat das Unternehmen seit 2017 die Ausbildungsquote verdoppelt und dem Nachwuchs, so Sievers, „Vertrauen entgegengesetzt und viel Verantwortung übertragen“.

Gerade mit Blick auf Jobangebote aus Hamburg setzen qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber eine angemessene Vergütung und übliche Sozialleistungen als selbstverständlich voraus. Für Catharina Sievers ist dies ein entscheidender Ansatz beim Kampf um die klügsten Köpfe: „Wir entwickeln immer mehr attraktive Bestandteile unseres Arbeitgeberkonzeptes. Mit kostenlosem Kaffee und betrieblicher Altersvorsorge locken wir niemanden mehr hinter dem Ofen hervor“, sagt Sievers. Für Arbeitgeber gilt es in Zeiten des IT-Fachkräftemangels, Interessierten Angebote zu machen, die etwas Besonderes sind. Jüngster Spross in der Familie von Leistungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird bei Securepoint eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Krankenversicherung sein. Diese übernimmt beispielsweise die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen und Zahnbehandlung, die nicht durch die eigene gesetzliche Krankenversicherung gedeckt sind. Sievers verspricht sich viel davon: „Das Feedback von Bewerberinnen und Bewerbern darauf ist super und zeigt uns, dass wir bei dem Thema ganz vorn mitspielen.“



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